Chili con Carne (Tex-Mex Style)

Egal ob an Partys, auf Vorrat eingefroren oder einfach weil man Bock drauf hat. Chili con Carne kommt immer gut. Hier meine Tex-Mex Variante an der ich ziemlich lange getüftelt habe. Die Texas-Style Variante gibts hier.

Zutaten:

  • 600g Rinderhackfleisch
  • 300g Rindergulasch
  • 400ml Rinderfond
  • 2 Dosen passierte Tomaten
  • 3 Dosen Kidneybohnen
  • 3-4 Zwiebeln
  • 2-3 Zehen Knoblauch
  • 1 Paprikaschote
  • Chillischoten, Cayennepfeffer oder was man sonst zum Scharfmachen hat
  • Zartbitterschokolade
  • Salz
  • Pfeffer
  • Kreuzkümmel
  • Majoran
  • Paprikapulver

Ich persönlich mag es wenn Eintöpfe lange kochen. So schafft man es ohne künstliche Zusätze, nur durch die Stärke des verkochten Gemüses eine wunderbare Bindung hinzubekommen und durch das Einkochen den Geschmack zu verstärken. Das Problem dabei ist das man auch das Fleisch verkocht. Einerseits ist das gut denn es gibt einen schönen Schmorgeschmack, andererseits verliert man so (gerade bei Hackfleisch) den Biss in der fertigen Speise. Deshalb ist eines meiner Chilligeheimnisse fein gewürfeltes Gulasch. Das hat den Bonus das man diesen schönen Rinfleischgeschmack bekommt, der nur durch das lange garen von Bindegewebehaltigem Fleisch zu tage kommt. Man kauft sich also (möglichst gutes) Rindfleisch (Oberschale, Nacken oder Hochrippe) und setzt seine Messerfertigkeit ein um daraus Würfel mit ungefähr 1cm Seitenlänge zu schneiden.

Natürlich darf auch das Rinderhackfleisch nicht fehlen. Ich brate die beiden Fleischsorten immer in kleinen Portionen an und fülle dann alles in einen großen (kalten) Topf oder Bräter. Am besten vor jeder Pfannenleerung etwas Brühe in die Pfanne geben um damit die Reste vom Pfannenboden zu lösen. So verbrennt nichts und der gute Bratgeschmack landet ebenfalls im Topf. Die Zwiebeln werden gewürfelt, glasig gedünstet und mit den Tomaten, den abgetropften Bohnen und der Brühe zum Fleisch gegeben. Manche Leute geben die Bohnen erst zum Schluss dazu aber ich mag es wenn sie etwas zerkochen und schön weich werden.

Kommen wir zum ersten Würzdurchgang. Kreuzkümmel ist das wichtigste Gewürz bei Chili . Viele Leute fangen jetzt schon an rumzuheulen “Ich mag keinen Kümmel” … Kreuzkümmel oder auch Cumin hat NICHTS bis auf den Namen und die Pflanzenfamilie mit dem normalen schwarzen Kümmel gemeinsam. Der Geschmack ist unvergleichlich und erinnert sofort an den Orient. Da das Gewürz ziemlich stark ist sollte man damit aufpassen aber es sollte doch durchschmecken. Knoblauch, Salz, Pfeffer, Majoran und Paprikapulver kann man jetzt ebenfalls dazugeben. Jeweils nicht übertreiben denn am Ende wird eh nochmal abgeschmeckt. Das selbe gilt für die scharfen Komponenten. Es soll nur eine Geschmacksbasis aufgebaut werden die in das Fleisch und die Bohnen einzieht.

Im Prinzip hat man jetzt (bis auf umrühren) erstmal relativ lange ruhe. Das Chili sollte einkochen bis es eine dickflüssige Konsistenz bekommt. Gegen Ende sollte man aufpassen das nichts anbrennt. Das ganze kann schon mal 2-3 Stunden dauern.

Ist das Chili dickflüssig -> Herd runterdrehen und für den letzten Schliff ansetzen. Ein wichtiger Geschmacksbestandteil meines Chilis ist eine gewisse Süße. Man bekommt schon etwas durch die Tomaten und Bohnen aber meistens reicht das nicht. Ich verwende hierzu Bitterschokolade (in der Tradition der mexikanischen Mole Sauce). Man könnte auch einfach Zucker nehmen aber Schokolade hat eben noch einige andere Geschmacksnuancen. Ich gebe meistens zwei Rippen einer Tafel hinein. Außerdem machen sich gegrillte Paprika ganz gut im Chili. Einfach in den Ofen unter den Grill bis sie schwarz sind und dann die Haut abziehen oder die aus dem Glas nehmen (in Öl nich in Essig eingelegt). Manche Leute stehen auf Mais. Ich hasse das Zeug deshalb bleibts bei mir weg.

Kommen wir zur zweiten Würzrunde. Leider kann ich nicht genau angeben wieviel man jetzt von welchen Gewürz benutzen soll denn das kommt auf die restlichen Zutaten an. Allerdings sollte man den Kreuzkümmel kräftig schmecken, unterstützt von eine leichten Süße und gefolgt von angenehmer Schärfe. Was ich oft feststelle wenn ich irgendwo Chilli esse ist das Salz fehlt, also nicht damit sparen. Natürlich kann man jetzt auch die Schärfe auf das gewünschte Niveau bringen.

Serviert wird das ganze in einem tiefen Teller mit eine Stück Baguette und einem Klecks Sauerrahm. Zu trinken empfehle ich Bier oder ein Glas Milch wenn man es mit der Schärfe übertrieben hat.

Ein Gedanke zu „Chili con Carne (Tex-Mex Style)“

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